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Das CRCL Gründerteam um Lauritz Schmidt, Timur Oruz und Lars Conzendorf (v.l.n.r.) nutzt Alttextilien als neuen Rohstoff.

Pressemitteilung

Textilabfall ist kein Müllproblem mehr. Es ist ein Rohstoffmarkt.

Das Kölner Start-up CRCL entwickelt mit Apatura ein kreislauffähiges Granulat aus Alttextilien und adressiert damit eine der drängenden Fragen der Mode- und Textilbranche: Was passiert mit Textilien, die nicht mehr getragen, nicht mehr verkauft und kaum noch sortenrein recycelt werden können?

Köln, 12. Mai 2026– Die Mode- und Textilbranche steht vor einer neuen Rohstofffrage. Über Kollektionen, Materialien, Lieferketten und CO₂-Bilanzen wird seit Jahren intensiv gesprochen. Deutlich schwieriger ist die Frage am Ende des Produktlebens: Wohin mit Textilien, die für Secondhand zu schlecht, für klassisches Faserrecycling zu komplex und für die Verbrennung künftig zu wertvoll sind?

Jedes Jahr entstehen weltweit bis zu 120 Millionen Tonnen Textilabfälle. Ein großer Teil davon wird verbrannt, deponiert oder in globale Secondhand- und Entsorgungsströme verschoben. Besonders herausfordernd sind Mischgewebe, etwa aus Baumwolle mit Polyester oder Elastan. Sie prägen den modernen Modemarkt, lassen sich im bestehenden System aber nur begrenzt wieder in hochwertige textile Kreisläufe zurückführen.

Gleichzeitig steigt der Druck auf die Branche. Seit 2025 müssen Textilien in der EU getrennt erfasst werden, die erweiterte Herstellerverantwortung für Textilien wird ausgebaut, und ab 19. Juli 2026 dürfen große Unternehmen unverkaufte Kleidung und Schuhe nicht mehr einfach vernichten. Für Modemarken, Hersteller, Händler, Sortierer und Entsorger wird damit aus einem lange ausgelagerten Problem eine strategische Aufgabe: Textilabfall muss nicht nur vermieden, sondern als Materialstrom neu gedacht werden.

Genau an dieser Schnittstelle setzt CRCL an. Das Kölner Start-up hat ein Verfahren entwickelt, mit dem bislang schwer verwertbare Alttextilien, insbesondere Mischfasern, gemeinsam mit Kunststoffströmen zu einem neuen kreislauffähigen Werkstoff verarbeitet werden. Das Ergebnis ist Apatura, ein Granulat für industrielle Anwendungen, unter anderem in der Möbelindustrie, im Interior-Bereich sowie im Bausektor. Perspektivisch sind weitere industrielle Anwendungsbereiche denkbar.

Vom Entsorgungsproblem zum Industrieprodukt

CRCL verfolgt dabei den Ansatz, dass der problematische Materialstrom nicht als Abfall, sondern als Ausgangspunkt für eine neue industrielle Wertschöpfung betrachtet wird. „Textilabfall ist weiterhin ein globales Problem, dessen Abnahme den Markt heute bereits Unsummen an Geld kostet. Mit Blick in die Zukunft keine schöne Perspektive. Wir behandeln genau diesen Abfall als Rohstoff und produzieren Neues daraus“, unterstreicht Lars Conzendorf, Business Development sowie Marketing & Sales, CRCL.

Hierin liegt die strategische Stärke und das enorme Potential von CRCL. Das Unternehmen verbindet Entsorgungsmarkt und Absatzmarkt in einem Modell. Mit Apatura entsteht ein kreislauffähiges Granulat für eben solche neuen, industriellen Serienanwendungen.

„Wir haben bewiesen, dass selbst schwer verwertbare Mischfasern im Produktionsalltag industriell nutzbar werden können. Die nächste Rohstoffchance kommt nicht aus der Mine. Sie kommt aus Alttextilien. Hier liegt unser Know-how,“ erklärt Lauritz Schmidt, Entwicklung, Projektmanagement und Controlling, CRCL. Die Verarbeitung im Spritzguss ist nachgewiesen, die Umsetzung auf einer industriellen Anlage ist erprobt und technisch möglich und auch erste Pilotprojekte mit namhaften Firmen, wie VITRA oder Hanit, sind erfolgreich abgeschlossen.

Für Branchen wie Möbel, Interior, Bau, Gardening oder Automotive kann daraus ein neuer Baustein für nachhaltigere Materialstrategien entstehen. Besonders relevant wird dies für Unternehmen, die künftig stärker nachweisen müssen, wie sie Ressourcen schonen, Recyclinganteile erhöhen und Produktkreisläufe schließen.

Warum CRCL für Investoren relevant ist

„Regulierung allein schafft noch keine Kreislaufwirtschaft. Sie erzeugt aber den Druck, neue Lösungen schneller in den Markt zu bringen“, betont Timur Oruz, Business Growth und Public Relations bei CRCL. „Unser Anspruch ist, aus diesem Druck eine konkrete Nachfrage zu machen – für die Modeindustrie, Entsorger, Marken und industrielle Anwender.“

Für Investoren liegt die eigentliche Story nicht allein im nachhaltigen Material, sondern im doppelten Marktpotenzial: Die Business-Idee von CRCL löst zum einen ein wachsendes, regulatorisch getriebenes Kostenproblem, zum anderen erschließt das Start-up einen neuen, skalierbaren Absatzmarkt für Sekundärmaterialien.

CRCL GmbH: Kombi aus klugen Köpfen

Hinter CRCL stehen die Gründer Lars Conzendorf, Lauritz Schmidt und Timur Oruz, ehemaliger deutscher Hockey-Nationalspieler, der 2016 Olympiadritter und 2023 Weltmeister wurde. Alle drei kennen sich schon von Jugend an aus dem Sport. Ergänzt wird das Team durch erfahrene Industrie- und Recyclingexperten, darunter Thomas Kyriakis, Business Angel, ehemals CEO von PreZero, mit über 20 Jahren Erfahrung in der Schwarz Gruppe. Dr. Dirk Kilian, technischer Experte mit über 30 Jahren Erfahrung in der Recycling- und Kunststoffindustrie.
„Die drei Gründer haben eine zukunftsfähige und absolut fundierte Geschäftsidee, die überzeugt“, betont Kyriakis, „CRCL verbindet ein sehr relevantes Marktproblem mit einer technologisch greifbaren Lösung“. Thomas Conzendorf, seit 20 Jahren im Remondis-Vorstand, begleitet aufgrund der familiären Verbindung das junge Unternehmen von Beginn an, als Mentor und Branchenkenner.

Mit der Firma FEDDEM GmbH & Co. KG als Partner im Bereich Extrusion und mit u.a. einem LoI der Firma Vitra stellt diese Struktur nicht nur eine überzeugende Circular‑Economy‑Idee dar, sondern ist ein Vorhaben mit belastbarer Umsetzungs‑, Industrie‑ und Vermarktungskompetenz.

Über die CRCL GmbH
CRCL ist ein Kölner Start-up für textile Kreislaufwirtschaft mit dem Anspruch, lineare Geschäftsmodelle in der Industrie durch wirtschaftlich tragfähige Zirkularität zu ersetzen. Das Unternehmen arbeitet entlang der textilen Wertschöpfungskette und entwickelt Lösungen, um Rohstoffe im Kreislauf zu halten, Ressourcen zu schonen und die Verbrennung von Textilien dauerhaft zu reduzieren.
CRCL. Recycling that scales. Material that sells.

Fotocredits:

© Fotos Studio Dirk Loerper

© Fotos Produktion infokontor

Pressekontakt
infokontor GmbH
Sonja Kittel
E-Mail: sk@infokontor.de
Tel.: +49 221 752 02 50
www.infokontor.de

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