Pressemitteilung -
Rennabbruch der 82. Inferno-Abfahrt überschattet starke Berner Oberländer Resultate
Die diesjährige Abfahrt der Internationalen Inferno-Rennen in Mürren wurde infolge eines medizinischen Zwischenfalls mit Todesfolge abgebrochen. Die Rangliste der vorangegangenen Fahrerinnen und Fahrer wird gewertet. Die Siegerpodeste sind sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern fest in Berner Oberländer Händen.
Die diesjährige Inferno-Abfahrt vom 24. Januar 2026 wurde nach gut der Hälfte der bereits gestarteten Fahrerinnen und Fahrer abgebrochen. Ein 69-jähriger Fahrer erlitt kurz vor dem Ziel einen Zusammenbruch und ist trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmassnahmen noch vor Ort verstorben. Infolgedessen hat das OK entschieden, das Rennen abzubrechen. Gleichzeitig haben sich die Verantwortlichen aber dazu entschlossen, die Ergebnisse bis zum Rennabbruch trotzdem zu werten.
Starke Berner Oberländer
Noch am Vortag lag die erwartete Siegerzeit zwischen sechs und sieben Minuten. Die paar Zentimeter Schnee, die über Nacht gefallenen sind, hat die Fahrerinnen und Fahrer jedoch etwas abgebremst, so dass der Sieger Mathias Reber aus Niedersimmental schliesslich mit einer Zeit von 7 Minuten, 16 Sekunden und 47 Hundertstelsekunden ins Ziel gefahren ist. Reber hat eine Woche zuvor bereits die Hexenabfahrt in Belalp gewonnen und hat an der heutigen Inferno-Abfahrt seine starke Form bestätigt. Der Zweitplatzierte Michel Stähli aus Grund bei Gstaad folgte ihm ganz dicht auf. Lediglich knapp 3 Hundertstelsekunden trennen die beiden Simmentaler. Etwas mehr Zeit verlor der Dritte Elia Saurer aus Aeschlen. Ihn trennten knapp vier Sekunden vom Sieger. Trotzdem gelang ihm mit Startnummer 315 eine hervorragende Leistung.
Damen-Podest ebenfalls von Berner Oberländerinnen geprägt
Bei den Damen stellte Michelle Hurni aus Unterseen mit einer hervorragenden Zeit von 7 Minuten, 32 Sekunden und 69 Hundertstelsekunden ihre Konkurrentinnen deutlich in den Schatten: Hurni war ganze 24 Sekunden schneller im Ziel als die Zweitplatzierte Arianne Wenger aus Niedersimmental und wäre mit ihrer schnellen Zeit in der Rangliste bei den Männern auf Platz 12 zu finden. Dritte wurde Lara Stern aus Bönigen. Stern und Hurni mischten bereits in den Disziplinen Langlauf und Riesenslalom der Superkombination ganz vorne mit und sind damit die grossen Anwärterinnen auf den Sieg der 41. Inferno-Superkombination.
Keine Rennen ohne zahlreiche helfende Hände
Die Wettkämpfe und Festivitäten in der Inferno-Wochen könnten ohne die grosse Bereitschaft zahlreicher Helferinnen und Helfer so nicht durchgeführt werden. Rund 100 Personen sind während Woche und zusätzliche 300 an der Inferno-Abfahrt dafür verantwortlich, dass alles reibungslos verläuft. Trotz des traurigen Zwischenfalls, der den Rennabbruch forderte, gehen die Feierlichkeiten im Alpinen Sportzentrum in Mürren am Abend in angepasstem Rahmen weiter.