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Ein Bläuling sitzt im Sommer auf einer Margeritenblüte.
Ein Bläuling sitzt im Sommer auf einer Margeritenblüte. Zur Vorbereitung von Leitungsbauprojekten kartiert die Bayernwerk Netz Tiere und Pflanzen.

Pressemitteilung -

Bayernwerk Netz bereitet Leitungsbau im Landkreis Dachau vor

Dachau/Regensburg. Die Bayernwerk Netz GmbH beginnt in der kommenden Woche mit den umweltfachlichen Kartierungen für den geplanten Ersatzneubau der Hochspannungsleitung zwischen den Umspannwerken Dachau und Oberbachern. Die rund elf Kilometer lange Leitung verläuft durch die Gemeinden Dachau und Bergkirchen und soll weitgehend trassengleich erneuert werden. Hintergrund des Vorhabens ist der steigende Energiebedarf in der Region sowie die zunehmende Einspeisung erneuerbarer Energien. Ab Anfang 2026 beginnen hierfür die entlang der geplanten Trasse. Die Kosten für das Leitungsbauprojekt liegen bei rund 41 Millionen Euro.

„Damit wir die Region Dachau auch in Zukunft sicher mit Energie versorgen können, brauchen wir ein starkes und modernes Verteilnetz“, erklärt Brigitte Fuchs, Genehmigungsmanagerin bei der Bayernwerk Netz. Die Erhebungen bilden eine wesentliche Grundlage für das spätere Genehmigungsverfahren. „Die Kartierungen liefern uns wichtige Informationen über Flora und Fauna und schaffen die Basis für eine umweltverträgliche Planung des Ersatzneubaus.“ Im Zuge der Baumaßnahme sollen 39 Masten durch tragfähigere Neubauten ersetzt und die Leiterseile durch leistungsfähigere Systeme ausgetauscht werden.

Erfassung von Flora und Fauna entlang der Trasse

Die Bayernwerk Netz hat die Fachfirma Sweco GmbH beauftragt, die Naturräume im Untersuchungsgebiet zu erfassen. Die Kartierungen beginnen ab Montag und sie dauern voraussichtlich bis November. Die Umweltplaner erfassen den Bestand geschützter Tiere und Pflanzen im Gemeindegebiet von Dachau und Bergkirchen. Die Fachleute untersuchen die Flächen überwiegend von bestehenden Wegen aus. Lebensräume relevanter Arten werden visuell und akustisch dokumentiert. Für schwer nachweisbare Arten, beispielsweise Kleinsäuger oder bestimmte Amphibien, bringen die Experten zeitweise künstliche Verstecke oder Aufnahmegeräte aus. Diese sind deutlich gekennzeichnet und werden nach Abschluss der Untersuchungen wieder entfernt.

Starkes Netz für die Region Dachau

Die bestehende 110-kV-Freileitung sichert seit den 1960er beziehungsweise 1970er Jahren die Stromversorgung der Region und wird nun altersbedingt erneuert. Hintergrund für den Ersatzneubau ist die zunehmende Zahl dezentraler Photovoltaik-Anlagen, die grünen Strom ins Netz einspeisen. Gleichzeitig steigt im Landkreis Dachau der Strombedarf Gewerbe und Industrie sowie von Verbrauchern, etwa durch den Einsatz von Wärmepumpen oder den Wechsel auf Elektromobilität. „Damit wir auch künftig zuverlässig Sonnenstrom und andere erneuerbare Energie verteilen können, müssen wir unser Netz leistungsfähiger machen“, sagt Brigitte Fuchs. „Der Ersatzneubau zwischen Dachau und Oberbachern ist ein wichtiger Baustein für die zukünftige Energieversorgung in der Region.“

Umsetzung des Ersatzneubaus ab 2028

Zusätzlich zu den Kartierungen untersucht die Bayernwerk Netz auch den Baugrund entlang der Trasse. Im Jahr 2028 soll der Genehmigungsantrag bei der Regierung von Oberbayern eingereicht werden. Der Start der Bauarbeiten ist für 2029 geplant. Im selben Jahr soll die neue Leitung in Betrieb gehen.

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Kurzprofil Bayernwerk Netz GmbH

Seit mehr als 100 Jahren steht der Name Bayernwerk für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung im Freistaat. Die Bayernwerk Netz GmbH nimmt dabei als Netzbetreiber eine Schlüsselrolle ein. Damit jetzt und in Zukunft immer mehr Energie aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung steht, braucht es ein modernes, intelligentes Stromnetz. Deshalb setzt das Unternehmen auf Digitalisierung und Innovation, unterstützt zahlreiche wissenschaftliche Projekte und arbeitet systematisch am Ausbau der Energienetze. Die Bayernwerk Netz GmbH versorgt insgesamt rund sieben Millionen Menschen mit Energie. Sie ist in den bayerischen Regionen Unter- und Oberfranken, Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern aktiv und damit der größte regionale Verteilnetzbetreiber in Bayern: Das Stromnetz umfasst 156.000 Kilometer, sein Gasnetz 6.000 Kilometer und das Straßenbeleuchtungsnetz 34.600 Kilometer. Bilanziell verteilt das Unternehmen in den Energienetzen zu 96 Prozent elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen. Dafür sorgen mehr als 1 Million dezentrale Erzeugungsanlagen, die auf das Netz des Bayernwerks wirken und Ökostrom einspeisen. In Nord- und Ostbayern versorgt das Unternehmen Kunden auch über sein Erdgasnetz. Die Bayernwerk Netz GmbH ist an mehr als 20 Standorten im Land präsent.

Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Bayernwerk AG.

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