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Zwei Personen bauen ein Hilfsgerät auf, um umweltfachliche Daten besser zu erfassen zu können.
Die Bayernwerk Netz hat mit der Vorbereitung der Erneuerung der Hochspannungsleitung zwischen Ingolstadt und Neuburg begonnen. Experten kartieren mit Hilfsmitteln Tiere und Pflanzen, um sie später beim Bau zu schützen (Symbolbild).

Pressemitteilung -

Bayernwerk Netz kartiert Umwelt zwischen Ingolstadt und Neuburg

Ingolstadt/Neuburg. Die Bayernwerk Netz GmbH hat mit Kartierungen entlang der Hochspannungsleitung zwischen Ingolstadt (Ortsteil Kothau) und Neuburg an der Donau begonnen. Mit den Daten zur Tier- und Pflanzenwelt stellt der Netzbetreiber sicher, dass die geplante Erneuerung der 110-Kilovolt-Leitung (110-kV) naturverträglich umgesetzt werden kann. Die rund 19 Kilometer lange Leitung wird modernisiert, sodass sie künftig mehr Strom aus erneuerbaren Quellen verteilen und den steigenden Strombedarf in der Region erfüllen kann.

Die bestehende Hochspannungsleitung verläuft vom Umspannwerk im Ortsteil Kothau im Süden von Ingolstadt zunächst um die Stadt herum und dann weiter nach Westen bis Neuburg an der Donau. Sie wurde größtenteils in den 1970er Jahren gebaut und stößt zunehmend an ihre Leistungsgrenzen, weil inzwischen mehr grüner Strom in der Region erzeugt und gleichzeitig auch mehr Energie verbraucht wird. Um die Leitung für diese Anforderungen fit zu machen, wird die Bayernwerk Netz auf der gesamten Strecke neue, leistungsfähigere Leiterseile montieren sowie an zwei Standorten neue Maste errichten. So kann künftig deutlich mehr Strom sicher verteilt werden. Die Gesamtkosten für das Projekt betragen rund 7,3 Millionen Euro.

Umweltverträgliche Planung

„Unser Netz muss mehr grünen Strom aufnehmen und sicher verteilen können“, sagt Brigitte Fuchs, Genehmigungsmanagerin der Bayernwerk Netz. „Gleichzeitig möchten wir den Umbau so verträglich wie möglich für die Umwelt gestalten. Deshalb bringen wir frühzeitig in Erfahrung, welche Arten rund um die Leitung vorkommen und wie wir sie bestmöglich schützen. Die Energiewende ist eine Gemeinschaftsaufgabe – daher möchten wir Natur und Versorgungssicherheit von Anfang an miteinander verbinden.“ Zwischen Februar und Oktober 2026 untersucht die Fachfirma „Die Landschaftsplaner GmbH“ die Flächen entlang der 110-kV-Leitung und an insgesamt 72 Masten im Projektgebiet. Die Biologinnen und Biologen begehen Wege und Flurstücke, beobachten Tiere, dokumentieren Pflanzen und halten Lebensräume schriftlich und fotografisch fest. Um schwer sichtbare Arten besser zu erfassen, bringen sie vorübergehend künstliche Verstecke oder Aufnahmegeräte an. Nach Abschluss der Arbeiten entfernen die Experten alle Hilfsmittel wieder vollständig. Die Datenerhebungen finden zu verschiedenen Tages- und Jahreszeiten statt, damit ein vollständiges Bild vom Artenspektrum vor Ort entsteht.

Vorbereitung des Leitungsumbaus

Die Ergebnisse der Kartierungen zeigen dem Projektteam, wo ökologisch sensible Bereiche liegen und wo Schutzmaßnahmen während des Umbaus notwendig werden. Auf einzelnen Flurstücken im Ingolstädter Ortsteil Zuchering finden im März zudem Baugrunduntersuchungen statt. So analysiert die Bayernwerk Netz den Erdboden für die Tragfähigkeit der neuen Strommasten. Die Ergebnisse beider Untersuchungen fließen direkt in die Projektplanung ein. Die Modernisierung der Leitung ist für 2028 vorgesehen.

Netzausbau für die Energiezukunft

Das Projekt ist Teil der übergreifenden Wachstumsoffensive Energiezukunft Bayern, mit der die Bayernwerk Netz das Verteilnetz leistungsfähiger und zukunftssicher macht. Ein stärkeres, flexibleres Stromnetz ist Voraussetzung dafür, dass mehr erneuerbare Energien ins Netz integriert und gleichzeitig Verbraucher zuverlässig versorgt werden.

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Kurzprofil Bayernwerk Netz GmbH

Seit mehr als 100 Jahren steht der Name Bayernwerk für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung im Freistaat. Die Bayernwerk Netz GmbH nimmt dabei als Netzbetreiber eine Schlüsselrolle ein. Damit jetzt und in Zukunft immer mehr Energie aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung steht, braucht es ein modernes, intelligentes Stromnetz. Deshalb setzt das Unternehmen auf Digitalisierung und Innovation, unterstützt zahlreiche wissenschaftliche Projekte und arbeitet systematisch am Ausbau der Energienetze. Die Bayernwerk Netz GmbH versorgt insgesamt rund sieben Millionen Menschen mit Energie. Sie ist in den bayerischen Regionen Unter- und Oberfranken, Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern aktiv und damit der größte regionale Verteilnetzbetreiber in Bayern: Das Stromnetz umfasst 156.000 Kilometer, sein Gasnetz 6.000 Kilometer und das Straßenbeleuchtungsnetz 34.600 Kilometer. Bilanziell verteilt das Unternehmen in den Energienetzen zu 96 Prozent elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen. Dafür sorgen mehr als 1 Million dezentrale Erzeugungsanlagen, die auf das Netz des Bayernwerks wirken und Ökostrom einspeisen. In Nord- und Ostbayern versorgt das Unternehmen Kunden auch über sein Erdgasnetz. Die Bayernwerk Netz GmbH ist an mehr als 20 Standorten im Land präsent.

Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Bayernwerk AG.

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