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Eine Gruppe Rebhühner am in der Abenddämmerung auf einer Wiesenfläche.
Die Rebhuhnbestände sind seit den 1980er Jahren in ganz Deutschland stark zurückgegangen. Bei Stechendorf erholen sie sich wieder dank der strukturreichen Feldflur.

Pressemitteilung -

Mehr Lebensraum für den Vogel des Jahres

Stechendorf. Das Rebhuhn ist Vogel des Jahres 2026 und als Bodenbrüter in der Agrarlandschaft stark gefährdet. In der Feldflur bei Stechendorf in der Nähe von Hollfeld im Landkreis Bayreuth jedoch erholen sich derzeit die Bestände. Grund hierfür ist ein wertvolles Mosaik strukturreicher Flächen, zu dem seit 2021 auch eine 1,2 Hektar große Ökokontofläche der Bayernwerk Netz GmbH gehört.

Wer bei Dämmerung oder Sonnenaufgang in der Feldflur nahe der Ortschaft Stechendorf unterwegs ist, hört in diesen Tagen ein heiseres, aber selbstbewusstes „Kirreck- Kirreck“. Das ist der Balzruf männlicher Rebhühner und ein ermutigendes Zeichen. Das Rebhuhn wurde nicht ohne Grund zum Vogel des Jahres 2026 gewählt: Die Bestände der heimischen Feldvögel sind seit den 1980er Jahren um mehr als 90 Prozent zurückgegangen. Umso erfreulicher ist die Entwicklung vor Ort. In der Gegend um Stechendorf sieht man wieder mehr Rebhühner. Grund ist vor allem der außergewöhnliche Strukturreichtum der Landschaft mit Hecken, Brachflächen und Feldrainen. Zu diesem Mosaik gehört seit fünf Jahren auch die Ökokontofläche der Bayernwerk Netz GmbH.

Der Energienetzbetreiber lässt zahlreiche Flächen in ganz Bayern langfristig ökologisch aufwerten. Ziel ist es, Ökokonten aufzubauen, um sich sogenannte Ökopunkte für die Kompensation künftiger Eingriffe in Natur und Landschaft für den notwendigen Aus- und Umbau sowie der Instandhaltung des Hochspannungsnetzes gutschreiben zu lassen. „Energiewende funktioniert nur im Einklang mit der Natur. Wir stellen mit unserer Arbeit eine naturschutzfachlich hochwertige Kompensation der unvermeidbaren Eingriffe in die Natur und Landschaft sicher und wollen damit unserer Verantwortung als Eingriffsverursacher bestmöglich nachkommen“, sagt Dr. Jana Ernst, Projektleiterin des Kompensationsmanagements bei der Bayernwerk Netz GmbH.

Kompensation mit langfristiger Wirkung

Sämtliche Maßnahmen sind auf die Gegebenheiten vor Ort maßgeschneidert, werden professionell geplant und in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Kulturlandstiftung (BKLS), einer Stiftung des Bayerischen Bauernverbands, umgesetzt. „Um hier in Stechendorf den Biotopverbund optimal zu ergänzen, war es uns wichtig, bei der Planung der Maßnahme auch eine Hecke zu integrieren“, erklärt BKLS-Projektleiterin Malou Czibeck. Auf dem größeren Teil der Fläche wurde eine Saatgutmischung mit über 40 heimischen Blühpflanzen sowie Gräsern ausgebracht. Die artenreiche Blühwiese wird extensiv genutzt und von einem örtlichen Landwirt ein- bis zweimal im Jahr gemäht. Durch die Reduktion der Mahddurchgänge bleiben vor allem für heimische Insekten und zahlreiche Wildtiere länger Nahrung und Rückzugsräume erhalten. Davon profitieren auch die Rebhühner: Während die Altvögel sich überwiegend von Samen und Pflanzenteilen ernähren, sind die Küken auf eiweißreiche Insekten angewiesen.

Derzeit sind die neu gepflanzten Heckensträucher klein, aber künftig werden auch sie den Rebhuhn-Paaren Schutz und Deckung zum Brüten sowie eine sichere und nahrungsreiche Kinderstube bieten. In den kommenden Wochen werden sich die winterlichen Rebhuhn-Ketten auflösen und Paare finden sich zusammen. Dann verstummen die Balzgesänge und die sensible Phase der Brut beginnt. Damit diese möglichst erfolgreich verläuft, ist es wichtig, Hunde in der Feldflur anzuleinen und die Wege nicht zu verlassen.

Flächen gesucht

Um weitere Ökokonten aufzubauen, ist die Bayernwerk Netz GmbH derzeit auf der Suche nach weiteren, geeigneten Flächen. Planung und Umsetzung der Maßnahmen erfolgen immer gemeinsam mit den Akteuren vor Ort. Interessierte Eigentümer können sich bei Dr. Jana Ernst vom Kompensationsmanagement der Bayernwerk Netz unter Tel. 0921 – 2851229 oder E-Mail: jana.ernst@bayernwerk.de melden.

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Kurzprofil Bayernwerk Netz GmbH

Seit mehr als 100 Jahren steht der Name Bayernwerk für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung im Freistaat. Die Bayernwerk Netz GmbH nimmt dabei als Netzbetreiber eine Schlüsselrolle ein. Damit jetzt und in Zukunft immer mehr Energie aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung steht, braucht es ein modernes, intelligentes Stromnetz. Deshalb setzt das Unternehmen auf Digitalisierung und Innovation, unterstützt zahlreiche wissenschaftliche Projekte und arbeitet systematisch am Ausbau der Energienetze. Die Bayernwerk Netz GmbH versorgt insgesamt rund sieben Millionen Menschen mit Energie. Sie ist in den bayerischen Regionen Unter- und Oberfranken, Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern aktiv und damit der größte regionale Verteilnetzbetreiber in Bayern: Das Stromnetz umfasst 156.000 Kilometer, sein Gasnetz 6.000 Kilometer und das Straßenbeleuchtungsnetz 34.600 Kilometer. Bilanziell verteilt das Unternehmen in den Energienetzen zu 96 Prozent elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen. Dafür sorgen mehr als 1 Million dezentrale Erzeugungsanlagen, die auf das Netz des Bayernwerks wirken und Ökostrom einspeisen. In Nord- und Ostbayern versorgt das Unternehmen Kunden auch über sein Erdgasnetz. Die Bayernwerk Netz GmbH ist an mehr als 20 Standorten im Land präsent.

Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Bayernwerk AG.

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  • Ein Rebhuhn sitzt im Schutz einer Hecke auf einer Wiese.
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  • Ein Rebhahn ruft auf einer Wiese am Abend, um sein Revier zu markieren und Weibchen anzulocken.
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  • Eine neu gepflanzte Feldhecke auf einer Wiesenfläche.
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