Pressemitteilung —
Mömlingen startet in die Kommunale Wärmeplanung
Mömlingen. Wie kann die Wärmeversorgung in Mömlingen künftig gestaltet werden? Wie heizen die Menschen dort in Zukunft? Welche erneuerbaren Energiequellen kommen dafür infrage? Antworten auf diese Fragen soll die Kommunale Wärmeplanung (KWP) liefern, mit der die Gemeinde Mömlingen (Lkr. Miltenberg) die Bayernwerk Netz GmbH und das Institut für nachhaltige Energieversorgung (INEV) beauftragt hat. Tobias Eckardt, Projektleiter bei der Bayernwerk Netz, und Sebastian Stöhr vom INEV besprachen mit Bürgermeisterin Katharina Hotz jetztdie einzelnen Schritte der Wärmeplanung.
Bürgermeisterin Katharina Hotz verwies bei der Auftaktveranstaltung im Rathaus auf die Bedeutung der Energie- und Wärmewende für die Gemeinde: „Eine zukunftsfähige Wärmeversorgung ist ein wichtiger Baustein für eine langfristig verlässliche Energieversorgung. Mit der Kommunalen Wärmeplanung schaffen wir eine fundierte Grundlage, um die Möglichkeiten vor Ort zu bewerten und die nächsten Schritte für Mömlingen vorausschauend zu gestalten.“ Gemeinden mit weniger als 100.000 Einwohnern müssen bis zum 30. Juni 2028 eine Kommunale Wärmeplanung vorlegen. Mit deren Erstellung hat die Gemeinde Mömlingen nach einer Ausschreibung die Bietergemeinschaft aus Bayernwerk Netz und INEV beauftragt.
Prioritäten für die Zukunft setzen
Projektleiter Tobias Eckardt von Bayernwerk Netz betonte, die Kommunale Wärmeplanung sei ein strategisches Instrument. Für die Bürgerinnen und Bürger ergäben sich daraus keine unmittelbaren Verpflichtungen, etwa zu einem Heizungstausch. Vielmehr schaffe die KWP Transparenz, setze Prioritäten für die Zukunft und untersuche, welche Wärmequellen und Versorgungsoptionen für Mömlingen grundsätzlich geeignet sein könnten. „Was davon tatsächlich umgesetzt wird, entscheidet die Gemeinde in einem nächsten Schritt nach Abschluss der Kommunalen Wärmeplanung“, so Eckardt.
Einbindung von Akteuren vor Ort
Gebäudetypen, Baualtersklassen, Verbraucher, Erzeuger und Energiequellen: Aufgabe des Instituts für nachhaltige Energieversorgung ist es, mit Unterstützung der Gemeindeverwaltung um Bauamtsleiter Roman Dölger die erforderlichen Daten zu erheben. Sebastian Stöhr vom Institut für nachhaltige Energieversorgung (INEV) erläuterte, dass dazu die verfügbaren Daten zusammengeführt, ausgewertet und um Informationen relevanter Akteure vor Ort ergänzt werden. Auf dieser Grundlage entsteht ein räumliches Bild der heutigen Wärmeversorgung und der Potenziale für deren künftige Entwicklung.
Laut Frank Schneider, Kommunalbetreuer bei Bayernwerk Netz, ist für die Bürgerinnen und Bürger im weiteren Projektverlauf eine eigene Informationsveranstaltung vorgesehen.
Aufgabe der KWP ist es nicht, eine technische Detailplanung oder eine abschließende Bewertung der wirtschaftlichen Machbarkeit zu liefern. Auch konkrete Preise für eine mögliche Wärmelieferung sind nicht Gegenstand der Planung. Solche Fragen müssten nach Abschluss der KWP für geeignete Projekte in weiterführenden Machbarkeitsstudien untersucht werden.
Themen
Kategorien
Regionen
Kurzprofil Bayernwerk Netz GmbH
Seit mehr als 100 Jahren ist der Name Bayernwerk mit der Energieversorgung in Bayern verbunden. Die Bayernwerk Netz GmbH betreibt umfangreiche Energieinfrastruktur in Unter-und Oberfranken, in der Oberpfalz sowie in Nieder- und Oberbayern. Über diese Netzinfrastruktur werden rund sieben Millionen Menschen mit Energie versorgt.
Das Stromnetz der Bayernwerk Netz GmbH umfasst rund 156.000 Kilometer, das Straßenbeleuchtungsnetz rund 34.600 Kilometer. Das Unternehmen entwickelt seine Netzinfrastruktur kontinuierlich weiter und setzt dabei unter anderem digitale Technologien ein.
In Nord- und Ostbayern betreibt die Bayernwerk Netz GmbH zudem ein Erdgasnetz mit einer Länge von rund 6.000 Kilometern. Das Unternehmen ist an mehr als 20 Standorten in Bayern präsent. Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Sie ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Bayernwerk AG.