Pressemitteilung -
Stockheim auf dem Weg zur klimaneutralen Wärmeversorgung
Stockheim. Die Gemeinde Stockheim (Lkr. Kronach) packt die Kommunale Wärmeplanung an und hat damit die Bayernwerk Netz GmbH (Regensburg) und das Institut für nachhaltige Energieversorgung (Rosenheim) beauftragt. Die Wärmeplanung für Stockheim soll aufzeigen, wie der Wärmebedarf in der Gemeinde in Zukunft durch erneuerbare Energien gedeckt werden kann, um eine klimaneutrale Wärmeversorgung zu erreichen.
Bürgermeister Daniel Weißerth sagte beim Auftaktgespräch im Rathaus, er freue sich auf die Zusammenarbeit mit der Bayernwerk Netz GmbH und dem Institut für nachhaltige Energieversorgung (INEV). Die Zusammenarbeit mit dem Bayernwerk bei allen Themen der Energieversorgung sei in den vergangenen Jahren stets von einem „partnerschaftlichen und kollegialen Miteinander“ geprägt gewesen. „Nun wird der Fokus noch einmal zielgerichtet auf das Thema Wärmeversorgung gelegt“, so der Bürgermeister. Eine Besonderheit Stockheims ist das Steinkohlerevier. Inwieweit Wärme aus tieferen Gesteinsschichten künftig eventuell nutzbar gemacht werden kann, werden die Fachleute im Rahmen einer Potenzialanalyse unter anderem betrachten.
Prioritäten setzen für die Zukunft
Warum braucht es eine Kommunale Wärmeplanung? Projektleiter Tobias Eckardt von der Bayernwerk Netz GmbH erläuterte zunächst die Hintergründe. Der Gesetzgeber habe Fakten geschaffen. Kommunen mit einem positiven Zuwendungsbescheid aus dem Klima- und Transformationsfonds müssen bis zum 30. Juni 2026 eine Kommunale Wärmeplanung (KWP) vorlegen. Mit deren Erstellung hat der Gemeinderat nach einer Ausschreibung die Bayernwerk Netz GmbH mit dem Institut für nachhaltige Energieversorgung (INEV) beauftragt.
„Niemand muss jetzt zuhause seine Heizung rausreißen“, betonte Tobias Eckardt. Die KWP setze Prioritäten für die Zukunft und liefere einen Fahrplan für konkrete Maßnahmen: Welche Wärmequelle macht in welchem Teil des Gemeindegebiets Sinn? „Was davon tatsächlich in die Tat umgesetzt wird, muss die Gemeinde in einem nächsten Schritt entscheiden“, so Eckardt.
Informationen für die Bürgerinnen und Bürger
Kommunalbetreuer Marcel Boiger (Bayernwerk Netz GmbH) sagte, eine kontinuierliche Beteiligung der Öffentlichkeit sei von zentraler Bedeutung. Daher gehört auch die Organisation einer Bürgerinformationsveranstaltung zu den Aufgaben, die für dieses Jahr auf der Agenda der KWP stehen.
Aufgabe der KWP ist es nach den gesetzlichen Vorgaben nicht, eine Detailplanung zur technischen Umsetzung und zur wirtschaftlichen Machbarkeit zu liefern, oder gar fixe Preise für die Wärmelieferung an Endkunden. „Das wäre nach Abschluss der KWP dann im Rahmen einer Machbarkeitsstudie die nächste Aufgabe“, so Boiger.
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Kurzprofil Bayernwerk Netz GmbH
Seit mehr als 100 Jahren steht der Name Bayernwerk für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung im Freistaat. Die Bayernwerk Netz GmbH nimmt dabei als Netzbetreiber eine Schlüsselrolle ein. Damit jetzt und in Zukunft immer mehr Energie aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung steht, braucht es ein modernes, intelligentes Stromnetz. Deshalb setzt das Unternehmen auf Digitalisierung und Innovation, unterstützt zahlreiche wissenschaftliche Projekte und arbeitet systematisch am Ausbau der Energienetze. Die Bayernwerk Netz GmbH versorgt insgesamt rund sieben Millionen Menschen mit Energie. Sie ist in den bayerischen Regionen Unter- und Oberfranken, Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern aktiv und damit der größte regionale Verteilnetzbetreiber in Bayern: Das Stromnetz umfasst 156.000 Kilometer, sein Gasnetz 6.000 Kilometer und das Straßenbeleuchtungsnetz 34.600 Kilometer. Bilanziell verteilt das Unternehmen in den Energienetzen zu 96 Prozent elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen. Dafür sorgen mehr als 1 Million dezentrale Erzeugungsanlagen, die auf das Netz des Bayernwerks wirken und Ökostrom einspeisen. In Nord- und Ostbayern versorgt das Unternehmen Kunden auch über sein Erdgasnetz. Die Bayernwerk Netz GmbH ist an mehr als 20 Standorten im Land präsent.
Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Bayernwerk AG.