Pressemitteilung —
Verwaltungsgemeinschaft Lohr am Main startet die Kommunale Wärmeplanung
Lohr am Main. Die Verwaltungsgemeinschaft Lohr am Main (Lkr. Main-Spessart) packt die Kommunale Wärmeplanung an und hat damit die Bayernwerk Netz GmbH (Regensburg) und das Institut für nachhaltige Energieversorgung (Rosenheim) beauftragt. Die Wärmeplanung für die Verwaltungsgemeinschaft soll aufzeigen, wie der Wärmebedarf in den Mitgliedsgemeinden in Zukunft durch erneuerbare Energien gedeckt werden kann, um eine klimaneutrale Wärmeversorgung zu erreichen.
„Klimaschutz geht uns alle an und wir wollen die kommunale Wärmeplanung nutzen, um den aktuellen Stand in unseren Gemeinden in Erfahrung zu bringen und mögliche Wege für die Zukunft aufzuzeigen“, so Stefan Kimmel, Bürgermeister von Neustadt.
Der Gesetzgeber hat Fakten geschaffen. Kommunen müssen bis zum 30. Juni 2028 eine Kommunale Wärmeplanung (KWP) vorlegen. Mit deren Erstellung hat die Verwaltungsgemeinschaft die Bayernwerk Netz GmbH mit dem Institut für nachhaltige Energieversorgung (INEV) beauftragt, das seit dem 1. Oktober 2024 zur Bayernwerk-Gruppe gehört.
„Niemand muss jetzt zuhause seine Heizung rausreißen!“: Projektleiter Tobias Eckardt von der Bayernwerk Netz betonte beim Auftaktgespräch, die KWP liefere einen Fahrplan für konkrete Maßnahmen und setze Prioritäten für die Zukunft: Welche Wärmequelle macht in welchem Teil des Gemeindegebietes Sinn? „Was davon tatsächlich in die Tat umgesetzt wird, muss die Gemeinde in einem nächsten Schritt entscheiden“, so Eckardt.
Aufgabe der KWP ist es nach den gesetzlichen Vorgaben nicht, eine Detailplanung zur technischen Umsetzung und zur wirtschaftlichen Machbarkeit zu liefern, oder gar fixe Preise für die Wärmelieferung an Endkunden. „Das wäre nach Abschluss der KWP dann im Rahmen einer Machbarkeitsstudie die nächste Aufgabe“, so Eckardt.
Die Bundesregierung plant unterdessen ein neues Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG). Bislang liegen dazu nur Eckpunkte vor. Angekündigt wurde unter anderem, dass die bestehenden Vorschriften für das Heizen mit Energie aus erneuerbaren Quellen gelockert werden sollen. Nach aktuellem Stand soll das neue GMG noch in diesem Jahr vom Bundestag verabschiedet werden. „Selbstverständlich werden unsere Empfehlungen im Wärmeplanungsprozess die Vorgaben des neuen Gesetzes berücksichtigen“, kündigte Eckardt an.
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Kurzprofil Bayernwerk Netz GmbH
Seit mehr als 100 Jahren steht der Name Bayernwerk für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung im Freistaat. Die Bayernwerk Netz GmbH nimmt dabei als Netzbetreiber eine Schlüsselrolle ein. Damit jetzt und in Zukunft immer mehr Energie aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung steht, braucht es ein modernes, intelligentes Stromnetz. Deshalb setzt das Unternehmen auf Digitalisierung und Innovation, unterstützt zahlreiche wissenschaftliche Projekte und arbeitet systematisch am Ausbau der Energienetze. Die Bayernwerk Netz GmbH versorgt insgesamt rund sieben Millionen Menschen mit Energie. Sie ist in den bayerischen Regionen Unter- und Oberfranken, Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern aktiv und damit der größte regionale Verteilnetzbetreiber in Bayern: Das Stromnetz umfasst 156.000 Kilometer, sein Gasnetz 6.000 Kilometer und das Straßenbeleuchtungsnetz 34.600 Kilometer. Bilanziell verteilt das Unternehmen in den Energienetzen zu 96 Prozent elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen. Dafür sorgen mehr als 1 Million dezentrale Erzeugungsanlagen, die auf das Netz des Bayernwerks wirken und Ökostrom einspeisen. In Nord- und Ostbayern versorgt das Unternehmen Kunden auch über sein Erdgasnetz. Die Bayernwerk Netz GmbH ist an mehr als 20 Standorten im Land präsent.
Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Bayernwerk AG.