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Neues Joint-Venture für großskalige Elektrolyseurproduktion in Thüringen
Der Konstanzer Anlagenbauer RCT hat grünes Licht für den Aufbau einer industriellen Produktion von Elektrolyseuren in Deutschland gegeben. Wie das Unternehmen mitteilte, wurde im Dezember 2025 ein Kooperationsvertrag mit einem Produktionspartner in Thüringen unterzeichnet. Damit sei der Weg frei, um im ersten Quartal 2026 mit der Fertigung von Anlagen für die Wasserstoffproduktion zu beginnen.
Im Fokus steht der Aufbau einer Produktionsstätte für alkalische Druckelektrolyseure im Megawattmaßstab, die eine Jahresfertigungskapazität von insgesamt bis zu 250 Megawatt erreichen soll. Zunächst soll die Produktion mit einem 2,5 MW‑Elektrolysesystem anlaufen, dessen Installation und Inbetriebnahme für das dritte Quartal 2026 bei einem deutschen Industriekunden geplant ist.
Die Technologie der alkalischen Druckelektrolyse zeichnet sich laut RCT Hydrogen durch hohe Effizienz und Langlebigkeit aus. Gemeinsam mit dem chinesischen Partner Guofuhee, der technologische Schlüsselkomponenten beisteuert, sowie Siemens Digital Industries, die die Steuerung und Automatisierung übernehmen, will das Unternehmen vor allem robuste Produktionsprozesse etablieren.
Ein Schwerpunkt des Geschäftsmodells liegt auf sogenannten Hydrogen‑as‑a‑Service‑Lösungen: RCT Hydrogen möchte dabei die Produktion und den Betrieb der Wasserstofferzeugung beim Kunden abwickeln und den produzierten Wasserstoff zu vertraglich fixierten Preisen anbieten. Nach Unternehmensangaben soll dies insbesondere für energieintensive Industrien die kosteneffiziente Umstellung auf grüne Wasserstoffversorgung ermöglichen.
Mit dem Einstieg in die Serienfertigung von Elektrolyseuren will RCT Hydrogen nicht nur seine Präsenz auf dem europäischen Wasserstoffmarkt ausbauen, sondern auch einen Beitrag zur vertieften lokalen Wertschöpfung leisten.