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RVK baut Wasserstoffproduktion aus: Elektrolyseur und Tankstelle in Mechernich
Die Regionalverkehrsverbund Köln (RVK) expandiert in die Eigenerzeugung von grünem Wasserstoff. Mit einem symbolischen Spatenstich in Mechernich hat das Unternehmen den Startschuss für zwei neue Wasserstoff-Produktionsanlagen gegeben – eine weitere entsteht parallel am Standort Bergisch Gladbach. Die Anlagen sollen bis Ende 2026 betriebsbereit sein.
Am Standort Mechernich entstehen eine Wasserstofftankstelle und ein Elektrolyseur auf dem Gelände des künftigen Aus- und Weiterbildungszentrums für klimaneutrale und digitale Mobilität (AWM). Der Elektrolyseur wird 36 Kilogramm Wasserstoff pro Stunde produzieren – ausreichend für etwas mehr als zwei Tankfüllungen von Wasserstoffbussen. Der erforderliche Strom stammt dabei vollständig aus regenerativen Energiequellen.
Die Tankstelle wird primär die RVK-eigene Wasserstoffbusflotte versorgen, steht aber auch der Öffentlichkeit offen. Neben zwei Tanksäulen für Busse wird eine weitere Säule die Betankung von Personenkraftwagen und Lastkraftwagen ermöglichen. Die bei der Wasserstoffproduktion entstehende Abwärme wird zudem genutzt, um die Gebäude des AWM mit Wärme zu versorgen.
Das Bundesministerium hat für den Bau der Wasserstofftankstelle und des Elektrolyseurs Fördermittel in Höhe von insgesamt rund 15,1 Millionen Euro bewilligt.
„Mit der Eigenproduktion von grünem Wasserstoff sichert die RVK die Versorgung ihrer Wasserstoff-Busflotte ab. Wir werden dadurch unabhängig von Marktentwicklungen. Da die Tankstelle frei zugänglich ist, tragen wir diese emissionsfreie Antriebsform über unsere Unternehmensgrenzen hinaus in die Region", erklärte RVK-Geschäftsführer Dr. Marcel Frank.
Das AWM selbst befindet sich noch in der Planungsphase. Neben einer Akademie für Mobilität sind eine Fahrtrainingsfläche und ein Kompetenzzentrum vorgesehen. Der Baubeginn ist für Mitte 2027 geplant.