News —
Uniper treibt Umbau des Kraftwerks Scholven zum H2-ready-Standort voran
Mit der Sprengung der beiden Kühltürme der Blöcke D und E des Uniper-Kraftwerks Gelsenkirchen-Scholven hat das Unternehmen einen ersten Schritt zur Umrüstung des Standorts im Rahmen der neuen Kraftwerksstrategie vollzogen. Auf dem Gelände soll künftig eine wasserstofffähige Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD-Anlage) entstehen. Nach Angaben des Unternehmens soll das Projekt an den vorgesehenen Auktionen des Stromversorgungssicherungs- und Kapazitätsgesetzes (StromVKG) teilnehmen.
Zudem ist am Standort ein Ammoniak-Demonstrationscracker geplant, der gemeinsam mit thyssenkrupp Uhde entwickelt wird. Die Anlage soll künftig importiertes Ammoniak effizient in Wasserstoff umwandeln und damit das geplante Importterminal in Wilhelmshaven ergänzen. Der Standort könne so einen wichtigen Beitrag zum Aufbau robuster Importstrukturen für grünen Wasserstoff sowie zur Versorgung von Industrie und Energiesystem leisten.
Im Zusammenhang mit der Sprengung der Kühltürme erklärte Dr. Arne Bayer, Head of Asset Development bei Uniper, Rückbauprojekte dieser Art seien technisch anspruchsvoll und stellten hohe Anforderungen an Planung und Umsetzung. Der Rückbau schaffe zugleich Raum für neue Infrastruktur und bereite in Scholven den Weg für eine zukunftsfähige Energieversorgung sowie für flexible und regelbare Stromerzeugung.