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Testen den neuen Holzspalter: von links Betriebsleiter Henrich Richter, Arbeitsgruppenleiter Christian Hilger, Ulrich Feger (Berufsbildungsbereich), Einrichtungsleiter Jannis Wiebke, Hans Scharlau und Derya Uzunlar.

Pressemitteilung

Batzenmühle/Leuderode: Neuer Holzspalter ermöglicht effektiveres Arbeiten

Ein kurzes Knacken, dann spaltet sich das Holz, und feine Späne fallen zu Boden: Auf dem Bio-Geflügelhof in Leuderode erproben Beschäftigte der Batzenmühle/Leuderode der Hephata Diakonie einen neuen Holzspalter. Möglich wurde die Anschaffung des 9.500 Euro teuren Spalters durch eine 80-Prozent-Förderung des Integrationsamts beim Landeswohlfahrtsverband (LWV). Leuderode und die Batzenmühle gehören dabei gemeinsam zur Sozialen Rehabilitation Hephatas: Während die Batzenmühle als besondere Wohnform für Menschen mit psychischen-, und Suchtproblemen dient, ist der Geflügelhof in Leuderode der zugehörige Betrieb, in dem ein Großteil der dort lebenden Menschen arbeitet.

„Wir brauchen sichere und zeitgemäße Maschinen – für unsere Arbeit und für unsere Beschäftigten. Der neue Holzspalter erfüllt genau das“, sagt Jannis Wiebke, Einrichtungsleiter der Batzenmühle. Mit dem Gerät lässt sich das Brennholz nicht nur deutlich effizienter, sondern vor allem sicherer verarbeiten.

Die Holzverarbeitung ist in Leuderode dabei kein neues Arbeitsfeld. Bereits seit 2015 gehört sie zum Betrieb der Batzenmühle. Was zunächst klein begann, hat sich in den vergangenen Jahren stetig weiterentwickelt, erklärt Betriebsleiter Henrich Richter. Allein im vergangenen Jahr wurden rund 100 Festmeter Stammholz aus regionalen Forsten angekauft, aufgearbeitet und anschließend sowohl intern als auch extern vermarktet.

Mit der Ausweitung der Produktion steigen auch die Anforderungen an die Ausstattung. „Sicherheit ist das A und O, damit unsere Klient*innen ihre Arbeit verlässlich und qualitativ hochwertig ausüben können“, so Wiebke. Der alte Holzspalter war mittlerweile in die Jahre gekommen – die Förderung des LWV kam daher genau zum richtigen Zeitpunkt.

In der Arbeitsgruppe Landwirtschaft und Brennholzherstellung arbeiten acht der insgesamt 26 Beschäftigten in Leuderode, angeleitet von Christian Hilger. „Die Arbeit ist körperlich anspruchsvoll und erfordert Fachkenntnisse, etwa im Umgang mit der Kettensäge“, erklärt Wiebke weiter. Mit dem neuen Holzspalter erfahre die Arbeit der Klient*innen nun eine weitere Aufwertung und steigert die Attraktivität des Arbeitsfeldes zunehmend, so Wiebke.

Neben der Holzverarbeitung sind weitere Beschäftigte der Batzenmühle in der Eierpackstelle, der Hauswirtschaft und im Bereich Zentrale tätig. Für viele ist die Batzenmühle jedoch mehr als ein Arbeitsplatz: Sie ist ihr Lebensmittelpunkt. Insgesamt 23 Menschen leben dort und lernen, ihren Alltag selbstständig zu strukturieren. Ziel ist es, individuelle Fähigkeiten zu stärken und ein möglichst eigenständiges Leben zu ermöglichen. „Abstinenz und psychische Stabilität spielen dabei eine zentrale Rolle. Eine verlässliche Tagesstruktur ist im Rehabilitationsprozess entscheidend“, erklärt Alexander Stein, Pädagogischer Mitarbeiter der Batzenmühle. Arbeit und Alltag greifen dabei eng ineinander: „Einige Klient*innen arbeiten direkt in der Wohneinrichtung, andere an Außenarbeitsplätzen wie dem Geflügelhof in Leuderode. Dort sammeln sie praktische Erfahrungen und erproben sich in verschiedenen Tätigkeiten“, so Stein weiter.

Die Verbindung von Wohnen, Arbeiten und fester Struktur – wie sie in der Batzenmühle gelebt wird - sei ein wichtiger Baustein für die Rehabilitation und gesellschaftliche Teilhabe der Klient*innen, macht Wiebke nochmals deutlich. Und während erneut Holz knackt und sich ein weiterer Balken spaltet, stapelt eine Klientin die Holzstücke – ein Handgriff, der für sie weit mehr bedeutet als nur Arbeit: ein Stück Selbstständigkeit.

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