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Corona-Homeoffice: Personaler befürchten negative Auswirkungen auf mentale Gesundheit der Mitarbeiter

Pressemitteilung -

Corona-Homeoffice: Personaler befürchten negative Auswirkungen auf mentale Gesundheit der Mitarbeiter

Mehr als die Hälfte der HR-Fachleute in Deutschland (56 Prozent) glauben, dass Mitarbeiter aufgrund der COVID-19-Krise verstärkt mit psychischen Gesundheitsproblemen zu kämpfen haben. Ein zentrales Problem aus Sicht vieler Personaler (58 Prozent): Die neue Arbeitsrealität habe eine Kultur gefördert, in der Mitarbeiter meinen, sie müssten zuhause immer online und erreichbar sein – auch außerhalb der normalen Arbeitszeit oder wenn sie sich unwohl fühlen. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage* unter mehr als 1.000 HR-Verantwortlichen in Deutschland, die LinkedIn, das weltweit größte digitale Netzwerk für beruflichen Austausch, in Kooperation mit der britischen Mental Health Foundation im April durchgeführt hat. Die Studie zeigt auch: Die meisten Personaler fühlen sich dennoch gut aufgestellt, ihre Mitarbeiter auch in Bezug auf die mentale Gesundheit durch die Krise zu begleiten. Der Umfrage unter HR-Experten hat LinkedIn zudem eine Befragung von Arbeitnehmern gegenübergestellt, die aktuell im Homeoffice tätig sind. Diese bestätigt die Befürchtungen teilweise, zeigt aber auch Lösungswege und die positiven Aspekte der Heimarbeit auf.

„COVID-19 war im April das meistdiskutierte Thema auf unserer Plattform“, so Barbara Wittmann, Country Manager für Deutschland, Österreich und die Schweiz bei LinkedIn. „Unsere Mitglieder beschäftigen die unterschiedlichen Auswirkungen dieser neuen Realität natürlich sehr – und auch das Thema Gesundheit kommt in den Diskussionen immer wieder vor. Knapp ein Viertel der Deutschen arbeitet derzeit im Homeoffice – und für viele ist die Situation vollkommen neu. Einige fühlen sich permanent gestresst, andere wiederum lernen die positiven Aspekte der Heimarbeit gerade sehr zu schätzen. Umso wichtiger ist es, keinen Mitarbeiter mit der Situation alleine zu lassen. Auch wenn 62 Prozent der deutschen Personaler angeben, dass die psychische Gesundheit der eigenen Mitarbeiter von der Unternehmensführung ernst genommen wird, ist das ein Wert, den wir alle gemeinsam dringend weiter im Fokus behalten sollten.“

So geht es den Menschen im Homeoffice

Die Stimmung der Deutschen ist zweigeteilt: Bei etwa einem Drittel der Menschen, die aktuell von Zuhause aus arbeiten, löst die Situation Stress und Nervosität aus (30 Prozent). Ebenso viele berichten davon, sich schlechter konzentrieren zu können und weniger Sport zu treiben, ein Viertel schläft schlechter als zuvor. Bei 16 Prozent leiden private Beziehungen und bei 15 Prozent hat sich laut eigenen Angaben die psychische Gesundheit verschlechtert. 62 Prozent machen zuhause Überstunden, 30 Prozent davon mehr als vier Stunden – und zwar pro Tag. Fast ein Drittel (29 Prozent) gibt an, dass die „ständige Erreichbarkeit“ das Stresslevel erhöhe.

Auf der anderen Seite herrscht ein positiveres Stimmungsbild: Fast die Hälfte der Deutschen Homeoffice-Arbeiter (49 Prozent) fühlt sich weniger gestresst. Ein Viertel isst gesünder, knapp ein Drittel (29 Prozent) ist produktiver und 45 Prozent freuen sich über mehr Zeit mit Familie und Kindern.

Mentale Gesundheit und die Auswirkungen

Zwei Drittel der Personaler geben an, dass vor allem der vermeintliche Zwang zu sogenannter „E-Präsenz“ das Potenzial hat, die psychische Gesundheit der Mitarbeiter durch zusätzlichen Stress, Burnout und Angstzustände negativ zu beeinflussen. Im schlimmsten Fall könnten mentale Probleme zum Ausfall von Mitarbeitern führen, so mehr als ein Drittel (36 Prozent) der Befragten. Jeweils mehr als die Hälfte sieht Verschlechterungen bei den Leistungen (54 Prozent) und der Produktivität (59 Prozent) als mögliche Konsequenzen der psychischen Belastungen, die durch das Gefühl der permanenten Erreichbarkeit im Homeoffice ausgelöst werden. Mehr als 40 Prozent geben an, dass sich die Folgen mentaler Probleme dementsprechend auch auf das Betriebsergebnis auswirken, zu einer schlechteren Gesamtstimmung im Unternehmen (44 Prozent) und einer negativen Arbeitskultur (18 Prozent) führen könnten.

Darum fühlen sich Personaler gut vorbereitet

Personalmanager fühlen sich dennoch überwiegend gut gerüstet, um den negativen Auswirkungen der Heimarbeit auf die psychische Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu begegnen. Fast zwei Drittel (62 Prozent) geben an, dass sie über entsprechende Kenntnisse und Instrumente verfügen, die für diese Aufgabe notwendig sind. Viele haben auch schon Maßnahmen umgesetzt, um die psychischen Risiken abzufedern: Ein Drittel mehr als vor der Krise stellt den Mitarbeitern professionelle Hilfe zur Seite. Fast die Hälfte (45 Prozent) achtet darauf, die Arbeitszeiten durchzusetzen und unterbindet beispielsweise E-Mails außerhalb der Arbeitszeit. 42 Prozent bieten nun zusätzliche Entspannungsangebote wie Yoga- oder Meditationskurse an. Ein Viertel hat zusätzlichen Urlaub, Sabbaticals oder flexible Arbeitszeiten eingeführt.

LinkedIn unterstützt

LinkedIn Learning stellt in der aktuellen Situation Online-Kurse kostenlos zur Verfügung, die Menschen helfen sollen, mit Stress umzugehen und ihre Belastbarkeit zu verbessern. Weitere Ressourcen und Unterstützung für Unternehmen und Einzelpersonen, die mit der Belastung der psychischer Gesundheit zu kämpfen haben, stehen auch auf der Website der Mental Health Foundation bereit. LinkedIn ermutigt seine Mitglieder zudem, sich auf der Plattform zum Thema auszutauschen. Unter dem Hashtag #WorkingFromHome sind Mitglieder dazu eingeladen, ihre Meinungen und persönlichen Erfahrungen zum Thema zu teilen und an der Diskussion teilzunehmen.

*Methodik

  • Personalfachkräfte: Befragung von 1.007 HR-Fachkräften in Deutschland, aus mittelständischen und großen Unternehmen, durchgeführt vom 21. bis 30. April 2020 von Censuswide.
  • Homeoffice-Beschäftigte: Befragung von 2.008 Menschen, die aktuell in Deutschland von Zuhause aus arbeiten, durchgeführt vom 20. bis 28. April 2020 von Censuswide. 

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