Pressemitteilung —
Zwei Schwestern, zwei Projekte, eine Idee | Was das International Office der Universität Vechta besonders macht
Ein lebendiger Campus, persönliche Betreuung – von der Sprachvorbereitung bis zum Berufseinstieg – und zukunftsweisende Projekte: Das International Office (IO) der Universität Vechta zeigt, wie eine familiäre Hochschule im ländlichen Raum zum Sprungbrett für internationale Fachkräfte werden kann. Es ist ein Ort, an dem persönliches Engagement und strukturelle Arbeit eng ineinandergreifen. Mittendrin bewegen die Zwillingsschwestern Dr. Frauke und Dr. Katrin Schumacher gemeinsam mit ihren Teams viel mit den Drittmittelprojekten, die sie leiten.
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Der Beitrag ist in der aktuellen Ausgabe des Magazins "UniVersum" erschienen: https://www.uni-vechta.de/universum
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Wer das International Office der Universität Vechta betritt, spürt schnell, dass Internationalisierung hier weit mehr ist als die Organisation von Auslandsaufenthalten. Es wird klar, dass unterschiedliche studentische Zielgruppen passgenau unterstützt werden; seien es Austauschstudierende, die für ein bis drei Semester vor Ort sind oder aus Vechta ins Ausland gehen wollen; oder aber internationale Studierende, die in Deutschland einen Abschluss anstreben und bleiben wollen. Internationalisierung ist eine strategische Querschnittsaufgabe, die alle Ebenen der Hochschule durchdringt. Die Universität Vechta, sagen Katrin und Frauke Schumacher, seit 2015 beziehungsweise 2017 an der Universität tätig und sich eine Vollzeitstelle teilend, hat etwas, was größere Hochschulen oft nicht bieten können: eine familiäre Atmosphäre, kurze Wege, echte Beziehungen. Internationale Studierende, die fern der Heimat ein soziales Netz aufbauen müssen, profitieren davon besonders. Sprachcafé, Länderabende, gemeinsames Feiern von Oster- und Zuckerfest, der Internationale Garten als offener Treffpunkt – das sind keine Add-ons, sondern Programm. Denn wer sich willkommen fühlt, bleibt. Und wer bleibt, bringt Perspektiven mit, die den Campus und die Region bereichern.
Frauke Schumacher leitet das FIT-Projekt „Förderung internationaler Talente“, gefördert vom DAAD aus Bundesmitteln (BMFTR) bis 2028. Es begleitet internationale Studieninteressierte von der Vorbereitung über das Studium bis in den Beruf: studienvorbereitende Deutschkurse, Mentoring, fachsprachliche Workshops, Community-Building und ein International Career Service, der beim Berufseinstieg unterstützt. Ihre Schwester Katrin koordiniert das AMIF-Projekt, finanziert aus dem Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU. Es richtet sich an Menschen, die aufgrund von Migration oder Flucht bereits in Deutschland leben. Neben Angeboten für Studieninteressierte und Studierende ist ein besonderer Baustein das „Back to School“-Programm, das internationale Lehrkräfte durch den Anerkennungsprozess begleitet – einen Weg voller bürokratischer Hürden. Zusätzlich zu Sprachkursen und Beratung bietet das Programm u. a. auch ein eigenes Studienmodul für die Zielgruppe an. Das aktuelle AMIF-Projekt endet im September 2026. Den Bewilligungsbescheid für das Folgeprojekt – rund 1,7 Millionen Euro für drei Jahre – hat Katrin Schumacher Ende Mai beim abendlichen Taekwondo-Training bekommen. Die Freude war groß und die entsprechende Nachricht landete noch am selben Abend in der gemeinsamen IO-Chatgruppe. Die beiden Schwestern lassen dabei keinen Zweifel offen, dass der Erfolg eine reine Gemeinschaftsleistung ist. „Wir machen diese Arbeit nicht allein“, unterstreichen beide unisono. Im Mittelpunkt stehen die außerordentlich engagierten Teams.
Drittmittel sind im International Office keine Nebensache, sondern das Herzstück dessen, was dort zusätzlich möglich ist. Sie eröffnen Angebote, die die Uni aus eigenen Mitteln nicht finanzieren könnte – und sie finanzieren die Menschen, die diese Angebote umsetzen. „Wenn ein Projekt bewilligt wird, bedeutet das natürlich nicht zuletzt auch für die Kolleginnen Planungssicherheit“, betont Katrin Schumacher. Das hat eine Kehrseite: Die Stellen im Projektteam sind befristet.
Nach außen hin sind die Projektteams in landes- und bundesweiten Arbeitskreisen aktiv, um Best Practices auszutauschen, intern kooperieren sie eng mit anderen Abteilungen der Universität. Auch mit Blick auf die Studierenden ist Vernetzung ein zentrales Thema: Das IO schafft Räume, in denen sich internationale Communities untereinander stärken und gleichzeitig in Austausch mit deutschen Studierenden treten können. Zugleich lernen Studierende, die in Deutschland aufgewachsen sind – und zu einem Großteil ins Lehramt und soziale Berufsfelder gehen – wie wichtig kultureller Austausch und Internationalisierung sind und können künftig entsprechende Werte vermitteln. „Internationale Studierende bereichern die Universität und die Gesellschaft mit neuen Perspektiven und Ideen“, sagt Frauke Schumacher. Das Ziel sei es, dass die Wertschätzung für eine diverse und offene Gesellschaft wächst. Nicht zu unterschätzen sei dabei auch die Bedeutung einer gelebten Willkommenskultur – sich auf dem Campus wohlzufühlen, Gemeinschaft zu erleben – für den Studienerfolg. Hier stehen internationale Studierende zudem u. a. sprachlich und mit Blick auf ungewohnte universitäre Strukturen vor besonderen Herausforderungen, die durch die Projekte mit Angeboten im Bereich der Sprachförderung, Beratung, Peer-Coaching und Workshops adressiert werden.
Die Geschwister sind sich einig: All diese Maßnahmen fördern nicht zuletzt auch die Attraktivität des Standorts – damit sich künftig noch mehr internationale Studierende für ein Studium in Vechta entscheiden.
Die kommenden Veranstaltungen der beiden Projekte
- https://www.uni-vechta.de/international-office/aktuelles-veranstaltungen/veranstaltungen
- https://www.instagram.com/international.office.vechta/
Drittmittelprojekte im International Office
Das International Office wirbt regelmäßig erfolgreich Drittmittel ein. Neben dem FIT- und dem AMIF-Projekt sowie kleineren Projekten (z.B. im DAAD-Programm STIBET) sind hier aktuell insbesondere Mittel aus dem Erasmus+-Programm der EU und das DAAD-geförderte Projekt „Dialogue“ zu nennen. Das Erasmus+-Programm fördert Austauschstudierende, die von Partneruniversitäten nach Vechta kommen, und ermöglicht Auslandsaufenthalte aller Statusgruppen (Studierende, Lehrende, MTV) der Universität Vechta – vom Auslandssemester über das Auslandspraktikum bis zu Lehrendenmobilität oder der Teilnahme an Staff Weeks. Zugleich stärkt das Programm die „Internationalisierung zuhause“ insbesondere durch Blended Intensive Programmes (BIPs). Das Projekt „Dialogue“ fördert die internationale Mobilität und Internationalisierung im Lehramtsstudium.
Weitere Infos: www.uni-vechta.de/international-office