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Kommunale Wärmeplanung für Berg b. Neumarkt i.d.OPf. – Beim zweiten Beteiligtentreffen wurden zentrale Zwischenergebnisse vorgestellt und intensiv diskutiert

Pressemitteilung

Kommunale Wärmeplanung für Berg: Gebietseinteilung im Fokus des zweiten Beteiligtentreffens

Berg b. Neumarkt i.d.OPf. Die Gemeinde Berg treibt die Erstellung ihrer Kommunalen Wärmeplanung (KWP) weiter voran. Beim zweiten Beteiligtentreffen wurden zentrale Zwischenergebnisse vorgestellt und intensiv diskutiert. Im Mittelpunkt stand die künftige Einteilung des Gemeindegebiets in verschiedene Wärmeversorgungsbereiche.

Ziel der Veranstaltung war es laut Projektleiterin Christina Albrecht von der Bayernwerk Netz GmbH, die bisherigen Analyseergebnisse zu vertiefen, den aktuellen Planungsstand zu erläutern und gemeinsam mit lokalen Akteurinnen und Akteuren die nächsten Schritte vorzubereiten. Aufbauend auf der Eignungsprüfung sowie der Bestands- und Potenzialanalyse konnten erstmals konkrete Vorschläge für eine Gebietseinteilung im Gemeindegebiet präsentiert werden.

An dem Austausch nahmen erneut Vertreterinnen und Vertreter aus Gemeinderat, Verwaltung, Energieversorgung sowie regionale Betriebe teil. Deren praxisnahe Einschätzungen lieferten wertvolle Hinweise für die weitere Ausarbeitung der Planung.

Zentrales Ergebnis: Gebietseinteilung

Ein Schwerpunkt des Treffens lag auf der Gebietseinteilung. Dabei wird das Gemeindegebiet in unterschiedliche Wärmeversorgungsgebiete unterteilt – etwa in Bereiche mit vorrangig dezentraler Versorgung, mögliche Wärmenetzgebiete oder perspektivische Prüfgebiete.

Grundlage dieser Einteilung sind unter anderem die Bebauungsstruktur, der Wärmebedarf, bestehende Infrastrukturen sowie wirtschaftliche Kennwerte wie die Wärmeliniendichte. Diese gibt Auskunft darüber, ob sich ein Gebiet grundsätzlich für ein Wärmenetz eignet.

Die bisherigen Auswertungen zeigen, dass viele Bereiche der Gemeinde – insbesondere in locker bebauten Ortsteilen – weiterhin auf dezentrale Versorgungslösungen wie Wärmepumpen, Hackschnitzel oder hybride Systeme setzen werden. In dichter bebauten Bereichen oder bei geeigneten Ankerkunden, wie etwa kommunalen Liegenschaften, wurden dagegen auch Optionen für Wärmenetzlösungen näher untersucht.

„Die Gebietseinteilung ist ein wichtiger Schritt, um die sehr unterschiedlichen Strukturen im Gemeindegebiet sinnvoll zu berücksichtigen. Nicht jede Lösung passt überall – deshalb betrachten wir jedes Teilgebiet individuell und bewerten sowohl technische als auch wirtschaftliche Aspekte“, erläuterte Sebastian Stöhr, Ingenieur des Institutes für nachhaltige Energieversorgung (INEV).

Analyse schafft Orientierung

Wie bereits beim ersten Treffen deutlich wurde, ist die Kommunale Wärmeplanung ein strategisches Instrument. Sie schafft Orientierung für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen, ohne konkrete Investitionen vorzuschreiben oder bestehende Heizsysteme zu beeinflussen.

Vielmehr zeigt sie auf, welche Versorgungsoptionen in einzelnen Teilgebieten künftig sinnvoll und wirtschaftlich sein können. Ziel bleibt eine langfristig sichere, bezahlbare und klimafreundliche Wärmeversorgung für die Gemeinde Berg.

„Uns ist wichtig zu betonen, dass die Wärmeplanung keine Verpflichtungen für einzelne Haushalte mit sich bringt. Sie dient vielmehr als Orientierung und Entscheidungshilfe für die Zukunft“, betonte Christina Albrecht.

Bürgermeister Peter Bergler betonte auch beim zweiten Treffen die Bedeutung des Projekts: „Mit der Kommunalen Wärmeplanung erfüllen wir nicht nur eine gesetzliche Vorgabe, sondern schaffen vor allem eine wichtige Entscheidungsgrundlage für die Zukunft unserer Gemeinde.“ Die nun vorgestellten Zwischenergebnisse würden die bereits vorhandenen lokalen Kenntnisse bestätigen und gleichzeitig neue Perspektiven für die weitere Entwicklung eröffnen.

Die nächsten Schritte

Die Erkenntnisse aus dem zweiten Beteiligtentreffen fließen nun in die Ausarbeitung des finalen Wärmeplans ein. Die nächsten Termine stehen bereits fest:

  • 30. Juli 2026: Vorstellung der Ergebnisse im Gemeinderat
  • 4. August 2026: Bürgerinformationsveranstaltung

Dabei werden die ausgearbeiteten Szenarien und die geplante Gebietseinteilung transparent vorgestellt und erläutert.

Mit der Kommunalen Wärmeplanung schafft die Gemeinde Berg eine fundierte Grundlage für die zukünftige Wärmeversorgung – strukturiert, technologieoffen und im engen Dialog mit allen relevanten Akteuren.

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Kurzprofil Bayernwerk Netz GmbH

Seit mehr als 100 Jahren steht der Name Bayernwerk für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung im Freistaat. Die Bayernwerk Netz GmbH nimmt dabei als Netzbetreiber eine Schlüsselrolle ein. Damit jetzt und in Zukunft immer mehr Energie aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung steht, braucht es ein modernes, intelligentes Stromnetz. Deshalb setzt das Unternehmen auf Digitalisierung und Innovation, unterstützt zahlreiche wissenschaftliche Projekte und arbeitet systematisch am Ausbau der Energienetze. Die Bayernwerk Netz GmbH versorgt insgesamt rund sieben Millionen Menschen mit Energie. Sie ist in den bayerischen Regionen Unter- und Oberfranken, Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern aktiv und damit der größte regionale Verteilnetzbetreiber in Bayern: Das Stromnetz umfasst 156.000 Kilometer, sein Gasnetz 6.000 Kilometer und das Straßenbeleuchtungsnetz 34.600 Kilometer. Bilanziell verteilt das Unternehmen in den Energienetzen zu 96 Prozent elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen. Dafür sorgen mehr als 1 Million dezentrale Erzeugungsanlagen, die auf das Netz des Bayernwerks wirken und Ökostrom einspeisen. In Nord- und Ostbayern versorgt das Unternehmen Kunden auch über sein Erdgasnetz. Die Bayernwerk Netz GmbH ist an mehr als 20 Standorten im Land präsent.

Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Bayernwerk AG.

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