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Informierten über die Wärmeplanung (v.li.): Josef Grießbeck, Christina Albrecht (Projektleiterin Bayernwerk Netz), Thomas Brandl, Bürgermeister Peter Bergler, Klimaschutzmanagerin Kathrin Kimmich und Thomas Solakoglu.

Pressemitteilung

Kommunale Wärmeplanung: Gemeinde Berg will Vorbildrolle übernehmen

Berg b. Neumarkt in der Oberpfalz.Wir als Kommune werden als Vorbild vorangehen und auch bei unseren eigenen Liegenschaften das Thema anpacken“, kündigte Bürgermeister Peter Bergler bei der Informationsveranstaltung für die Bevölkerung zur Kommunalen Wärmeplanung an. Im Kern geht es darum aufzuzeigen, wie Bürgerinnen und Bürger, Betriebe und auch die Gemeinde in Zukunft klimaneutral und kosteneffizient heizen können.

Die Gemeinde Berg hat einen weiteren wichtigen Meilenstein bei der Erstellung ihrer Kommunalen Wärmeplanung (KWP) erreicht. Ende Juli waren die Ergebnisse im Gemeinderat vorgestellt worden, in der Aula der Schwarzachtal-Schule folgte nun am Dienstag, 4. August 2026, eine eigene Informationsveranstaltung für die Bevölkerung.

Großes Interesse aus der Bevölkerung

Trotz der hochsommerlichen Temperaturen nutzten rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit, sich über die zukünftige Wärmeversorgung der Gemeinde zu informieren. Neben interessierten Bürgerinnen und Bürgern nahmen auch örtliche Heizungsbauer, Schornsteinfeger, die Klimaschutzmanagerin des Landkreises Neumarkt i. d. OPf., Kathrin Kimmich, sowie Mitglieder des Gemeinderats teil. Die Diskussionen und Nachfragen zeigten dabei das große Interesse am Thema.

Kosteneffiziente und nachhaltige Wärmeversorgung

Einen Überblick über die Ergebnisse der Kommunalen Wärmeplanung gab Christina Albrecht, Projektleiterin bei der Bayernwerk Netz GmbH. Die Wärmeplanung wurde gemeinsam mit dem Institut für nachhaltige Energieversorgung (INEV) erarbeitet und analysiert den Wärmebedarf, die bestehende Infrastruktur sowie die Potenziale erneuerbarer Energien vor Ort. „Die Kommunale Wärmeplanung hat das Ziel, die kosteneffizienteste und nachhaltigste Wärmeversorgung für die gesamte Gemeinde Berg aufzuzeigen“, sagte Albrecht.

Fokus auf dezentrale Lösungen

Die Ergebnisse zeigen, dass in Berg künftig vor allem dezentrale Versorgungslösungen eine wichtige Rolle spielen werden. Aufgrund der Siedlungsstruktur und der untersuchten Wärmeliniendichten erweisen sich großflächige Wärmenetze in den betrachteten Gebieten überwiegend als wirtschaftlich nicht sinnvoll. Stattdessen würden individuelle Lösungen wie Wärmepumpen, Biomasseheizungen oder hybride Systeme für viele Gebäude die wirtschaftlichste Option darstellen. Darunter zählen auch Nachbarschaftslösungen bis zu 16 Gebäuden oder 100 Wohneinheiten.

Thomas Brandl vom Energieberatungs- und Nachhaltigkeitsbüro Brandl aus Neumarkt informierte über aktuelle Fördermöglichkeiten sowie über typische Anwendungs- und Rechenbeispiele für verschiedene Heizungstechnologien. Dabei wurden insbesondere Wärmepumpen und Biomasseheizungen als zentrale Optionen für viele Bestandsgebäude vorgestellt. Zudem erläuterte Brandl die seit Ende Juli geltenden Regelungen des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG) sowie die aktuellen Förderprogramme.

Für individuelle Fragen stand im Anschluss an die Veranstaltung zusätzlich Thomas Solakoglu, Energieberater aus Berg, zur Verfügung.

Wärmeplan wird öffentlich ausgelegt

„Wir werden die Bürgerinnen und Bürger auch künftig über aktuelle Fördermöglichkeiten informieren und den Dialog mit weiteren Informationsveranstaltungen fortsetzen“, sagte Bürgermeister Peter Bergler. Denn die Wärmeplanung habe Bedeutung für die langfristige Entwicklung der Gemeinde: „Es liegt noch ein langer Weg vor uns, um unabhängig von fossilen Energien und damit von Energieimporten zu werden.“

Mit dem Abschluss der öffentlichen Veranstaltungen ist die Bürgerbeteiligung im Rahmen der Kommunalen Wärmeplanung zunächst beendet. Die Ergebnisse werden nun im Wärmeplan dokumentiert und im Herbst öffentlich ausgelegt, bevor dieser vom Gemeinderat beschlossen werden soll. Damit schafft die Gemeinde Berg eine fundierte Grundlage für die zukünftige Wärmeversorgung und gibt Bürgerinnen und Bürgern Orientierung für anstehende Investitionsentscheidungen.

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Kurzprofil Bayernwerk Netz GmbH

Seit mehr als 100 Jahren steht der Name Bayernwerk für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung im Freistaat. Die Bayernwerk Netz GmbH nimmt dabei als Netzbetreiber eine Schlüsselrolle ein. Damit jetzt und in Zukunft immer mehr Energie aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung steht, braucht es ein modernes, intelligentes Stromnetz. Deshalb setzt das Unternehmen auf Digitalisierung und Innovation, unterstützt zahlreiche wissenschaftliche Projekte und arbeitet systematisch am Ausbau der Energienetze. Die Bayernwerk Netz GmbH versorgt insgesamt rund sieben Millionen Menschen mit Energie. Sie ist in den bayerischen Regionen Unter- und Oberfranken, Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern aktiv und damit der größte regionale Verteilnetzbetreiber in Bayern: Das Stromnetz umfasst 156.000 Kilometer, sein Gasnetz 6.000 Kilometer und das Straßenbeleuchtungsnetz 34.600 Kilometer. Bilanziell verteilt das Unternehmen in den Energienetzen zu 96 Prozent elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen. Dafür sorgen mehr als 1 Million dezentrale Erzeugungsanlagen, die auf das Netz des Bayernwerks wirken und Ökostrom einspeisen. In Nord- und Ostbayern versorgt das Unternehmen Kunden auch über sein Erdgasnetz. Die Bayernwerk Netz GmbH ist an mehr als 20 Standorten im Land präsent.

Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Bayernwerk AG.

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    „Unser Ziel ist es, unseren Bürgerinnen und Bürgern greifbare und klar verständliche Antworten zur Frage zu geben, wie d