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Besprachen die nächsten Schritte der Kommunalen Wärmplanung (v.li.): Wolfgang Geitner von der Bauverwaltung, Bürgermeister Konrad Kiener und Projektleiterin Christina Albrecht von der Bayernwerk Netz GmbH.

Pressemitteilung -

Wärmeplanung: "Zum richtigen Zeitpunkt Klarheit schaffen"

Wernberg-Köblitz. Der Markt Wernberg‑Köblitz (Lkr. Schwandorf) startet die Kommunale Wärmeplanung und hat dafür die Bayernwerk Netz GmbH (Regensburg) sowie das Institut für nachhaltige Energieversorgung (Rosenheim) beauftragt. Die Wärmeplanung soll aufzeigen, wie der zukünftige Wärmebedarf im Gemeindegebiet durch erneuerbare Energien gedeckt werden kann – mit dem Ziel einer klimaneutralen Wärmeversorgung.

Bürgermeister Konrad Kiener betonte beim Auftaktgespräch die große Bedeutung einer gut abgestimmten Öffentlichkeitsbeteiligung: „Für unsere Bürgerinnen und Bürger ist wichtig, dass wir zum richtigen Zeitpunkt Klarheit schaffen und konkrete Möglichkeiten aufzeigen. Nur wenn wir verständlich informieren und die Menschen mitnehmen, kann die Wärmewende vor Ort erfolgreich gelingen.“

"Sehr gute Zusammenarbeit mit der Bayernwerk Netz GmbH"

Auch die Verwaltung lobte den strukturierten Projektstart. Der zuständige Sachbearbeiter der Bauverwaltung Wolfgang Geitner hob die sehr gute Zusammenarbeit mit der Bayernwerk Netz hervor und sieht das Projekt auf einem verlässlichen Weg.

Der Gesetzgeber hat Fakten geschaffen. Kommunen mit weniger als 100.000 Einwohnern müssen bis zum 30. Juni 2028 eine Kommunale Wärmeplanung (KWP) vorlegen. Mit deren Erstellung hat der Marktrat nach einer Ausschreibung die Bietergemeinschaft aus Bayernwerk Netz GmbH und dem Institut für nachhaltige Energieversorgung (INEV) beauftragt.

„Niemand muss jetzt zuhause seine Heizung rausreißen!“: Projektleiterin Christina Albrecht von der Bayernwerk Netz betonte beim Auftaktgespräch, die KWP liefere einen Fahrplan für konkrete Maßnahmen und setze Prioritäten für die Zukunft: Welche Wärmequelle macht in welchem Teil des Gemeindegebiets Sinn? „Was davon tatsächlich in die Tat umgesetzt wird, muss der Markt in einem nächsten Schritt entscheiden“, so Albrecht.

Kontinuierliche Beteiligung der Öffentlichkeit

Gebäudetypen, Baualtersklassen, Verbraucher, Erzeuger, Energiequellen: Aufgabe des Instituts für nachhaltige Energieversorgung (INEV) ist es, mit Unterstützung des Marktes die nötigen Daten zu erheben. INEV werde mit allen relevanten Akteuren vor Ort Kontakt aufnehmen, um aktuelle und detaillierte Daten erfassen und auswerten zu können.

Eine kontinuierliche Beteiligung der Öffentlichkeit ist fest eingeplant. Neben Informationsmaterialien gehört auch eine Bürgerinformationsveranstaltung zum Ablauf der Kommunalen Wärmeplanung.

Aufgabe der KWP ist es nach den gesetzlichen Vorgaben nicht, eine Detailplanung zur technischen Umsetzung und zur wirtschaftlichen Machbarkeit zu liefern, oder gar fixe Preise für die Wärmelieferung an Endkunden. „Das wäre nach Abschluss der KWP dann im Rahmen einer Machbarkeitsstudie die nächste Aufgabe“, so Christina Albrecht.

Unabhängig von der KWP gilt seit der Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) für Kommunen in dieser Größenordnung, dass neue Gas- oder Ölheizungen für den Gebäudebestand ab dem 1. Juli 2028 nur zulässig sind, wenn sie zu 65 Prozent mit Erneuerbaren Energien betrieben werden. Bei Neubauten gilt die 65-Prozent-Regel sofort.

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Kurzprofil Bayernwerk Netz GmbH

Seit mehr als 100 Jahren steht der Name Bayernwerk für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung im Freistaat. Die Bayernwerk Netz GmbH nimmt dabei als Netzbetreiber eine Schlüsselrolle ein. Damit jetzt und in Zukunft immer mehr Energie aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung steht, braucht es ein modernes, intelligentes Stromnetz. Deshalb setzt das Unternehmen auf Digitalisierung und Innovation, unterstützt zahlreiche wissenschaftliche Projekte und arbeitet systematisch am Ausbau der Energienetze. Die Bayernwerk Netz GmbH versorgt insgesamt rund sieben Millionen Menschen mit Energie. Sie ist in den bayerischen Regionen Unter- und Oberfranken, Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern aktiv und damit der größte regionale Verteilnetzbetreiber in Bayern: Das Stromnetz umfasst 156.000 Kilometer, sein Gasnetz 6.000 Kilometer und das Straßenbeleuchtungsnetz 34.600 Kilometer. Bilanziell verteilt das Unternehmen in den Energienetzen zu 96 Prozent elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen. Dafür sorgen mehr als 1 Million dezentrale Erzeugungsanlagen, die auf das Netz des Bayernwerks wirken und Ökostrom einspeisen. In Nord- und Ostbayern versorgt das Unternehmen Kunden auch über sein Erdgasnetz. Die Bayernwerk Netz GmbH ist an mehr als 20 Standorten im Land präsent.

Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Bayernwerk AG.

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