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Bild: 2026 ONTRAS Gastransport GmbH

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NBHC-Wasserstoffkorridor: Marktabfrage bestätigt grenzüberschreitende Wasserstoffinfrastruktur

Die Projektpartner des Nordic-Baltic Hydrogen Corridor (NBHC) haben Anfang Juli die Ergebnisse ihrer Marktabfrage vorgestellt, die von Januar bis April 2026 durchgeführt wurde. Das Ergebnis: Die Nachfrage nach Wasserstofftransportkapazitäten entlang des Korridors kann bis 2040 auf 79,2 TWh pro Jahr, also rund 87 Prozent des Gesamtkapazität, ansteigen.

Die beteiligten Fernleitungsnetzbetreiber Gasgrid (Finnland), Elering (Estland), Conexus Baltic Grid (Lettland), Amber Grid (Litauen), GAZ-SYSTEM (Polen) und die deutsche ONTRAS Gastransport setzen die Marktanalysen und Machbarkeitsuntersuchungen fort. Bis 2027 sollen die technischen, wirtschaftlichen und regulatorischen Prüfungen abgeschlossen werden. Im weiteren Planungsverlauf bleibt das Projekt für zusätzliche Beiträge und Rückmeldungen aus dem Markt offen.

Insgesamt gingen 93 Rückmeldungen zu 108 Projekten von 81 Unternehmen entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette ein. Davon entfallen allein 64,4 TWh des ermittelten Bedarfs auf industrielle Projekte entlang des geplanten Korridors. So unterstreichen die Ergebnisse den Bedarf an grenzüberschreitenden Wasserstofftransporten und betonen die strategische Bedeutung der geplanten Landverbindung zwischen Finnland und Deutschland, so die Projektbeteiligten.

Deutschland soll dabei der wichtigste Zielmarkt und größte Abnehmer werden. Nach Angaben der Projektpartner wird der Wasserstoffbedarf von 15,3 TWh im Jahr 2033 auf 44,4 TWh im Jahr 2050 anwachsen. Finnland übernimmt die Rolle des wichtigsten Einspeiselandes: Während der heimische Verbrauch mit rund 2,1 TWh jährlich weitgehend konstant bleiben soll, werden die Wasserstoff-Produktionskapazitäten bis 2050 auf 38,6 TWh steigen.

ONTRAS-Geschäftsführer Ralph Bahke betonte, die Marktabfrage bestätige den strukturellen Bedarf entlang der geplanten Trasse und unterstreiche damit die Bedeutung des NBHC für den europäischen Wasserstoffhochlauf. Im nächsten Schritt gelte es nun, die unverbindlichen Bedarfsanmeldungen in formelle Transportzusagen zu überführen.

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