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Baustart für einen der ersten Multiterminal-Hubs in Europa und den nördlichsten Konverter von Korridor B. (Copyright: TenneT)

Pressemitteilung -

Spatenstich für den HeideHub – Baustart für einen der ersten Multiterminal-Hubs in Europa und den nördlichsten Konverter von Korridor B

• Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther eröffnet gemeinsam mit den Netzbetreibern 50Hertz, Amprion, TenneT Germany und SH Netz die Baustelle
• Der HeideHub wird künftig große Mengen an Windstrom in das Stromnetz einspeisen, flexibel in der Region verteilen und den Weitertransport in Deutsch-lands Verbrauchszentren ermöglichen
• Korridor B wird künftig über den Konverter auf der Fläche des HeideHubs das Ruhrgebiet mit Windstrom versorgen

21. Januar 2026. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hat heute gemeinsam mit Energiewendeminister Tobias Goldschmidt und den Übertragungsnetzbetreibern 50Hertz, Amprion und TenneT Germany sowie dem Verteilnetzbetreiber SH Netz den offiziellen Startschuss für die Bauarbeiten am Standort des HeideHub in Wöhrden (Kreis Dithmarschen) gegeben. Mit einem symbolischen Spatenstich beginnt der Bau für einen der ersten Multiterminal-Hubs in Europa und den Konverter von Korridor B – ein Meilenstein für die Energiewende in Europa. Am Festakt nahmen auch die Bürgermeister der Gemeinden Wöhrden und Lieth teil, in denen der HeideHub entsteht.

Bislang waren Gleichstromsysteme reine Punkt-zu-Punkt-Verbindungen. Der HeideHub schafft die Möglichkeit, große Mengen Windstrom effizient zwischen mehreren Leitungen zu verteilen und flexibel dorthin zu steuern, wo er benötigt wird. Damit wird der HeideHub zu einem zentralen Baustein für ein vermaschtes Gleichstromnetz. Gemeinsam mit dem Konverter von Korridor B auf der Fläche des HeideHub wird die Versorgungssicherheit und Netzstabilität nachhaltig erhöht. Die Inbetriebnahme ist ab 2030 vorgesehen.

Politik und Netzbetreiber betonen die Bedeutung des Vorhabens

Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein Daniel Günther: „Dieses Projekt ist europaweit eines der ersten hochinnovativen Bauvorhaben der Energiewende. Der neue Knotenpunkt wird unser gesamtes Energiesystem flexibler, effizienter und leistungsstärker machen. Der heutige Spatenstich ist ein wichtiger Meilenstein für unser Ziel, erstes klimaneutrales Industrieland zu werden. Dass dieser Hub bei uns im Norden entsteht, beweist einmal mehr, dass Schleswig-Holstein Vorreiter bei den Erneuerbaren Energien ist.“

Dr. Dirk Biermann, COO von 50Hertz: „Der HeideHub wird als erster Gleichstrom-Knotenpunkt in Deutschland die großen Nord-Süd-DC-Leitungen miteinander vernetzen und so die Versorgungssicherheit und Systemstabilität deutlich erhöhen. Dieses Projekt ist ein Paradebeispiel für Innovationspartnerschaft: Die vier Übertragungsnetzbetreiber arbeiten hier gemeinsam an der ersten DC-Vermaschung, die eine flexible und effiziente Stromübertragung ermöglicht. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag für ein resilienteres Energiesystem und eine klimaneutrale Zukunft.”

Dr. Daniel Eichhoff, Leiter HVDC von Amprion: „Der HeideHub zeigt wie wichtig eine enge Zusammenarbeit zwischen großen Übertragungsnetzprojekten, Gemeinden und Behörden ist – von der gemeinsamen Flächensicherung bis zu den bauvorbereitenden Maßnahmen. Hier entsteht mit dem Multiterminal-Hub von TenneT und 50Hertz und dem Konverter von Amprion in Wöhrden ein zentraler Baustein der Energiewende. Der Baustart ist ein wichtiger Schritt hin zu einem flexibleren und robusteren Stromsystem. Mit dem Konverter für Korridor B schaffen wir hier einen Knotenpunkt, um Windstrom verlustarm von der Nordseeküste nach Nord-rhein‑Westfalen zu transportieren. Damit leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur Versorgungssicherheit und zum Gelingen der Energiewende.“

Ina Kamps, COO von TenneT Germany: „Multiterminal-Hubs verknüpfen erstmals Gleichstromsysteme miteinander und heben das Übertragungsnetz damit auf ein neues Niveau. Der HeideHub zählt zu den ersten Vorhaben dieser Art in Europa und schafft die Grundlage für ein verknüpftes Gleichstromnetz, in dem Strom noch intelligenter gesteuert werden kann. So lassen sich große Mengen Erneuerbarer Energien präzise und wirtschaftlich dorthin lenken, wo Industrie und Millionen von Haushalten sie benötigen. Netzengpässe werden reduziert und die Versorgungssicherheit nachhaltig gestärkt. Zugleich zeigt das Projekt, wie wir gemeinsam mit unseren Partnern technologische Innovationen konsequent in die Praxis umsetzen. Damit gehen wir einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einem zukunftsfähigen Energiesystem.“

Lisa Hebenstreit, Geschäftsführerin Technik von SH Netz: „Der steigende Bedarf an Bezugsleistung für E-Mobilität, Wärmewende, Rechenzentren und Batteriespeichern bildet zukünftig die Herausforderung im Verteilnetz. Der HeideHub und die zugehörigen Leitungsbaumaßnahmen bieten der Region zukünftig eine Vielzahl an Anschlussmöglichkeiten für Einspeise- und Bezugskunden. Mit dem HeideHub kann SH Netz bis zu 1,2 GW mehr Leistung ins Netz aufnehmen.”

Über den HeideHub

Der HeideHub wird aus drei Anlagen bestehen: einer Gleichstromschaltanlage, einem Konverter und einem Umspannwerk. Er verbindet die beiden Offshore-Netzanbindungen LanWin2 und LanWin3 mit der Erdkabelleitung NordOstLink und der 380-kV-Freileitung Hochwöhrden–Pöschendorf.

So kann über den HeideHub Strom aus Offshore-Windparks in das regionale Stromnetz eingespeist und in die verbrauchsstarken Regionen im Süden Deutschlands transportiert werden. Gleichzeitig ist es durch den Multiterminal-Hub möglich, Onshore-Windstrom aus der Region einzusammeln und in die überregionalen Verbrauchszentren zu transportieren. Damit schafft der Hub die Basis für ein vermaschtes Gleich- und Wechselstromnetz und bietet Anschlussmöglichkeiten für Industrie und Elektrolyseparks.

Amprion plant auf der Fläche des HeideHub zudem einen Konverter, der den Windstrom aus der Region über die Gleichstromleitung Korridor B in die Verbrauchszentren in Nordrhein-Westfalen transportiert.

Weitere Informationen zum Vorhaben finden Sie unter: https://www.heidehub.eu/ sowie zum Konverter für Korridor B unter: https://korridor-b.amprion.net

Baustart für einen der ersten Multiterminal-Hubs in Europa und den nördlichsten Konverter von Korridor B.

Im Bild (v.l.n.r.): Andreas Böge (Bürgermeister Wöhrden), Reimer Witt (Bürgermeister Lieth), Ina Kamps (COO TenneT Germany), Daniel Günther (Ministerpräsident Schleswig-Holstein), Tobias Goldschmidt (Energiewendeminister Schleswig-Holstein), Dr. Dirk Biermann (COO 50Hertz), Dr. Daniel Eichhoff (Leiter HVDC von Amprion), Lisa Hebenstreit (Geschäftsführerin Technik SH Netz).
(Copyright: TenneT)

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Die HanseWerk-Gruppe

Mehr als 3 Millionen Kunden in Norddeutschland beziehen Strom, Gas oder Wärme direkt oder indirekt über die von der HanseWerk-Gruppe und ihren Tochtergesellschaften betriebenen Energienetze. Darüber hinaus bietet das Unternehmen seinen Partnern und Kunden moderne und effiziente Energielösungen mit den Schwerpunkten Netzbetrieb, dezentrale Energieerzeugung oder E-Mobilitätslösungen.

Als Partner der Energiewende hat die HanseWerk-Gruppe in den letzten Jahren mehrere zehntausend Anlagen zur Erzeugung Erneuerbarer Energie an ihre Netze angeschlossen und betreibt parallel dazu etwa 850 Energieumwandlungsanlagen sowie einen Erdgasspeicher. Die HanseWerk-Gruppe ist ein großer Ausbildungsbetrieb im Norden und engagiert sich in vielen Forschungsprojekten zur Energiewende, wie zum Beispiel im Norddeutschen Reallabor. Auf dem Weg zur Klimaneutralität stellt die HanseWerk-Gruppe ihre insgesamt 47 Standorte, die mehrere hundert Fahrzeuge umfassende Flotte, den Strom- und Gasnetzbetrieb sowie die Wärme- und Stromerzeugung in mehreren Stufen entsprechend um.

Über die Beteiligung der elf schleswig-holsteinischen Kreise sowie von rund 400 Kommunen sind die Unternehmen der HanseWerk-Gruppe regional sehr stark verwurzelt und unterstützen eine Vielzahl sozialer und kultureller Projekte, wie das Schleswig-Holstein Musik Festival, das Hamburger Straßenmagazin Hinz&Kunzt und den Schleswig-Holstein Netz Cup auf dem Nord-Ostsee-Kanal.

Schleswig-Holstein Netz

Schleswig-Holstein Netz (SH Netz) betreibt für rund 2,8 Millionen direkt oder indirekt angeschlossene Kunden Strom- und Gasleitungen in mehr als 900 Kommunen in Schleswig-Holstein. Rund 400 schleswig-holsteinische Kommunen halten Anteile an SH Netz. Sie haben umfangreiche Mitspracherechte und erhalten eine Garantiedividende. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 30 Standorten in Schleswig-Holstein.

SH Netz hat als Partner der Energiewende bereits zehntausende Windräder und Solaranlagen an das Stromnetz angeschlossen. Darüber hinaus entwickelt das Unternehmen Energielösungen wie Smart-City-Anwendungen und unterstützt den Ausbau der Elektromobilität. SH Netz engagiert sich in Innovationsprojekten für mehr Klimaschutz. Dazu gehören beispielsweise Einspeiseanlagen, mit denen Biogas oder aus Windstrom produzierter Wasserstoff ins Erdgasnetz aufgenommen werden kann, oder staatlich geförderte Forschungsprojekte.

Auf dem Weg zur Klimaneutralität stellt SH Netz ihre sämtlichen Standorte, ihre mehrere hundert Fahrzeuge umfassende Flotte sowie den Strom- und Gasnetzbetrieb in mehreren Stufen entsprechend um. Außerdem unterstützt das Unternehmen seit vielen Jahren den regionalen Spitzen- und Breitensport in Schleswig-Holstein, zum Beispiel den SH Netz Cup in Rendsburg, das härteste Ruderrennen der Welt.


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