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Greenpeace zum Beschluss des veränderten Gebäudemodernisierungsgesetzes

Berlin, 13. 5. 2026 – Heute hat das Bundeskabinett über die Änderung des Gebäudeenergiegesetzes entschieden. Das bisher geltende GEG soll vom Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) abgelöst werden, mit Folgen für den Klima- und Verbraucher:innenschutz. Mira Jäger, Greenpeace-Energieexpertin bewertet den Beschluss:

“Mitten in einer fossilen Energiekrise verlängert die Bundesregierung mit diesem Gesetz die Abhängigkeit von Öl und Gas beim Heizen - das macht Deutschland unsicherer, schadet dem Klima und treibt viele Haushalte in die Kostenfalle. Mit diesem Plan kapituliert die Koalition vor der fossilen Lobby. Wird die 65-Prozent-Regel für erneuerbare Energien bei neuen Heizungen abgeschafft, zerstört das Vertrauen und Planungssicherheit bei Verbraucher:innen, Handwerk und Industrie. Noch haben die Abgeordneten von SPD und Union im Bundestag die Chance, diesen klimapolitischen Irrsinn zu stoppen und beim Ausstieg aus fossilen Heizungen zu bleiben.

Der Gebäudesektor verursacht rund 30 Prozent der deutschen Treibhausgase und läuft seit Jahren seinen Klimazielen hinterher. Trotzdem setzt der Entwurf erneut auf Öl und Gas, schafft mit der sogenannten ‘Bio-Treppe’ weitere fossile Abhängigkeit und schleift den Verbraucherschutz.”


Für Rückfragen erreichen Sie Mira Jäger unter Tel. 0151-21166104 oder mira.jaeger@greenpeace.org. Seit heute Morgen findet vor dem Bundeskanzleramt eine Protestaktion von Greenpeace mit Soziale Wärmewende jetzt! und German Zero gegen die Kabinettsentscheidung statt, Fotos finden Sie in Kürze hier: https://media.greenpeace.org/shoot/27MZIFJHJUV1G

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